Ringvorlesung: An was glaubt Europa?

Mit einer Vision eines geeinten, friedlichen Europas begannen vor 75 Jahren, nach Ende des zweiten Weltkrieges, die ersten Schritte auf dem Weg zur Europäischen Union. Der Weg zu dem Europa, wie wir es heute kennen, war steinig und mit Herausforderungen gesät.

Gebeutelt von diversen Krisen haben in der jüngsten Vergangenheit beim Thema Europa viele den Glauben verloren und finden, dass die EU vor allem zu Überregulierung, Bürokratie und Verlust der Souveränität führt (so zumindest einige der Argumente der Brexit-Befürworter).

Mit Wolfgang Schäuble und Jacques Delors wurden die letzten großen Europäer zu Grabe getragen. Letzterer war Kommissionspräsident von 1985 - 1995 mit großen Visionen (Binnenmarkt) und sogar Zielen (dessen Vollendung). Im Juni stellt sich Delors‘ Nachfolgerin zur Wiederwahl mit der Vision eines nachhaltigen, grünen Europas und der Welt. Doch dieser „Green Deal“ gilt als Symbol für Regulierungswut. Die Fragen drängen, kann Europa das alles? War nicht gerade die Liberalisierung der Bankenmärkte durch den Binnenmarkt schuld an der Finanzkrise? Und schwächeln Mitgliedstaaten (Stichwort: Staatskrise) nicht gerade deshalb, weil Europa immer mehr Kompetenzen an sich zieht? Aber noch dringender, was können wir tun? Austreten?

Wir wollen Europa auf den Zahn fühlen. Aber nicht rein aus einer juristischen Perspektive, sondern gemeinsam mit Vertretern anderer wissenschaftlicher Disziplinen. Im Rahmen einer Ringvorlesung wollen wir unterschiedliche Fragen an Europa stellen und diese diskutieren. Neben Professorinnen und Professoren der Uni Mainz sind auch weitere hochkarätige Gäste aus Wissenschaft und Praxis vertreten.

Die Ringvorlesung findet an den untenstehenden Terminen von 18.15 bis 19.45 Uhr im RW 1 statt.  Mit kurzen Impulsvorträgen/Eröffnungsstatements (10-15 min.) der Referent*innen wird die anschließende Podiumsdiskussion eingeleitet.

Organisatorischer Hinweis: Die Veranstaltungen am 29.05 und 13.06 finden außerplanmäßig im Dekanatssaal des FB03 (Raum 03-150) statt. 

Informationen zur Veranstaltungsanmeldung: Studierende der Universität Mainz werden gebeten sich über Jogustine anzumelden. Sie können sich entweder als Hörer*in (Höreranmeldung | Hilfe- und Informationsseiten oder über das Studium Generale (Anmeldeinformationen | Studium generale). Auch ohne eine Anmeldung (z.B. Externe) ist eine Teilnahme an der Veranstaltung selbstverständlich möglich!

Im Anschluss findet ein Stehempfang für und mit den Referent:innen statt.

Geplant ist, dass wir die Veranstaltung aufzeichnen und die einzelnen Folgen auf unserer Homepage veröffentlichen.

...zum Flyer.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die nächsten Termine:

Mittwoch, 29. Mai 2024: Glaubt Europa an ehrliche Arbeit? (Dekanatssaal, 03-150)

Prof. Dr. Peter Gröschler (Lehrstuhl für Bürgerliches Recht und Römisches Recht), Dr. Christian Cornett (King & Wood Mallesons), Dr. Anne Daentzer (Schott AG)

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Donnerstag 13. Juni 2024.: Glaubt Europa an den Wettbewerb?

Prof. Dr. Meinrad Dreher, LL.M (Lehrstuhl für Europarecht, Bürgerliches Recht, Handels- und Wirtschaftsrechts, Rechtsvergleichung), Dr. Marc Opitz (Kapellmann), N.N.

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Donnerstag, 20. Juni 2024: Glaubt Europa an Good Governance?

Prof. Dr. Jana Oehmichen (Lehrstuhl für Organisation, Personal und Unternehmensführung), Prof. Dr. Maike Albertzart (Leiterin des Arbeitsbereichs Praktische Philosophie II), Fabian Bonke (Hogan Lovells)

 

Die einzelnen Podiumsdiskussionen zum Nachschauen:

 

Mittwoch, 8. Mai 2024: „Europa in der Stunde Null“

Prof. Stefan Vogenauer (Direktor am Max-Planck-Institut für Rechtsgeschichte und Rechtstheorie in Frankfurt am Main), Andreas Steck (Linklaters), Christian von der Lühe (Bette Westenberger Brink)

„Daran glaubt Europa: Friede, Geld, Recht.“

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Donnerstag, 16. Mai 2024: „Glaubt Europa an die Wissenschaft?“

Prof. Dr. Heinz Wiendl / Dr. Vera Rödel (beide Prof. Valmed), Dr. Frank Pflüger (Baker McKenzie)